Atlantiküberquerung: 2650 Seemeilen in 20 Tagen

Hier  ist sie also, unsere Route über den Atlantik! Von La Gomera ging es am 10.1. los und knapp 3 Wochen später sind wir am 20.1. in St. Martin angekommen. Die Ankunft konnten wir so timen, dass wir direkt nachmittags mit der Öffnung der Klappbrücke in die Lagune einlaufen und dort unseren Ankunfts-Sundowner nehmen konnten.

Der Wind war im Durchschnitt ideal von Stärke und Richtung. Allerdings nur im Durchschnitt. Stimmte die Richtung mit Ost bis Nordost die ganze Zeit perfekt für uns, so wehte es die erste Woche doch stärker als erhofft. Mehrere Tage mit konstant 7 Beaufort sind selbst auf einem Katamaran nicht gemütlich. In der zweiten Woche beruhigte sich der Wind und wir konnten mehrmals unseren Spinnaker setzten. Das sah dann so aus:

In der letzten Woche wurde es mit dem Wind sehr ruhig. Ein Lagoon Katamaran ist wahrlich keine Regattayacht und so haben wir in dieser Woche fast unseren gesamten Dieselvorrat verbraucht. Am Ende hatten wir noch 50 von insgesamt 450 Litern übrig. Doch was solls, wir wollten ankommen. So schön wie es ist auf See zu sein – nach 2 Wochen kommt bei mir regelmäßig der Punkt, wo ich mich wieder sehr auf Land freue.

Meine Crew hat sich sehr gut geschlagen und mir insbesondere die Nachtwachen sehr erleichtet. Doch nicht nur das, mit uns 3 Ingenieuren an Bord hatten wir genügend technische Probleme zu lösen. Das Schiff hatte noch einige Kinderkrankheiten, die im Mittelmeer wohl nicht aufgefallen sind. Auf dem Ozean sind die Belastungen größer und es hatten sich unter anderem einige Verstärkungen im Rumpf gelöst und die UKW-Antenne oben am Mast hat sich mit samt Befestigungwinkel gelöst. Kein Spaß auf See jemanden dort hoch zu ziehen, um die herumschlagende Antenne abzuschneiden.

Die vergangene Woche haben wir in St. Martin verbracht. Ein paar Tage entspannen und ausschlafen und dann ein strammes Reparaturprogramm. Mittlerweile ist Matilda wieder repariert und in einem technisch und optisch deutlich besseren Zustand als vor der Atlantiküberquerung. Beim Schleifen der schadhaften Stellen am Rumpf ist auch bei tropischen Temperaturen eine gute Schutzkleidung empfehlenswert. Da hatte ich die Sauna gleich kostenlos mit drin.

Nun steht einer relaxten Zeit in der Karibik nichts mehr im Wege. Morgen geht es hinüber nach St. Barths, wo ich am Montag meinen Geburtstag feiern werde. So wie es sich gehört: vor Anker in einer schönen Bucht, mit einigen befreundeten Crews an Bord und dazu dem einen oder anderen Cuba Libre und der drehenden Diskokugel…

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