Drei mal Galapagos

Wieder einmal geht eine schöne Woche im Galapagos Archipel zu Ende. Dies war inzwischen mein dritter Besuch der Insel San Christobal. Da kann ich es nicht vermeiden, Vergleiche mit früheren Aufenthalten zu ziehen. Die Ankerbucht hier ist geschützt und ruhig wie immer und die Seelöwen sind genauso zahlreich wie sonst. Die kleine Hafenstadt wächst langsam und es entstehen mehr Geschäfte und Restaurants für die steigende Zahl von Touristen. Doch einen ruhigen und gemütlichen Charme strahlt die Insel nach wie vor aus. Soweit also alles bestens.

Hatte ich ja in Panama schon meine Freude mit den Formalitäten, ist das hier leider nicht besser geworden. Im Gegenteil, diese wurden mit jedem Besuch umfangreicher. Dieses mal kamen 9 Offizielle mit samt Drogenhund an Bord und ein Taucher inspizierte das Schiff unter Wasser. Eine Stunde Trubel an Bord mit vielen Formularen, Stempeln und Unterschriften, dann war der Spuk schon vorbei. Schnell sind sie ja, immerhin! Damit waren wir legal eingereist – und knapp 1000 Dollar ärmer.

Meine Crew hat in den letzen Tagen eine Tour zu den anderen Inseln unternommen und kam gestern begeistert zurück. Bei allem Tourismus, die Tierwelt scheint es nicht sehr zu stören. Im Gegenteil: Insbesondere die allgegenwärtigen Seelöwen mögen unsere „Matilda“ besonders gern. An beiden Hecks führen Stufen bis zum Wasser hinunter. Sehr bequem zum baden – und für Seelöwen um aus dem Wasser an Bord zu kommen. Da schaute nachts schon mal einer zur Decksluke rein, wer denn darunter schläft. Und das obwohl wir uns viel Mühe gegeben haben die Stufen mit Kanistern, Fendern und Planen zu blockieren. Wahrlich nicht scheu, die lieben Tiere.

 

 

Jetzt wird es schon wieder Zeit das Schiff für die Weiterreise vorzubereiten. Vor uns liegen etwa 3000 Seemeilen Ozean – etwa drei Wochen auf See. Unsere Route führt uns in Richtung der Gambier-Inseln in Französisch Polynesien. Wenn wir Glück mit dem Wetter haben werden wir einen kleinen Umweg machen und in Pitcairn halt machen. Mal sehen wie es den Nachfahren von den Meuterern der Bounty heute so geht. Ihr hört dann wieder von der anderen Seite des Ozeans von mir!

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