Ein Jahresrückblick auf 2018

Wer gelegentlich hier vorbei geschaut hat, der konnte es sich bestimmt schon denken: Bei mir ist gerade Pause und ich bin nicht beim Segeln. Stattdessen sitze ich an meinem Schreibtisch in Berlin um kümmere mich um verschiedene Dinge. Ein Jahreswechse ist jedoch ein guter Anlass einmal zurück und auch nach Vorne zu schauen und euch darüber eine kleine Zusammenfassung zu geben.

Bei meinem letzten Bericht war ich mit Luna noch in der karibischen Sonne. Von dort ging es im April zügig los über den Atlantik in Richtung Europa. Dabei hatten wir wohl das beste Wetter aller Zeiten für solche eine Überfahrt: 80% Sonne und Südwind und nicht ein einziges Mal Starkwind. So ging es gut über die Azoren und Nordspanien bis in das Anfang Mai noch recht kühle England. Von dort war ich bis Holland ein Stück alleine unterwegs.

Ab Holland hatte ich dann wieder Lisa an Bord, mit der es direkt quer über die Nordsee ging. Hinein in den Limfjord und in die Ostsee, wo wir in grandiosem Sommerwetter einfach mal 2 Wochen Urlaub gemacht haben. Luna hatte Ihren Liegeplatz für den Sommer in Rostock, wo wir nur ein paar kurze aber schöne Törns in der Ostsee unternahmen.

Luna in Göteburg – als einzige Gastyacht

Mein Highlight des Sommers war das Vegvisir-Race: Eine Regatta in Dänemark unter anderem für Einhandsegler. Da musste ich natürlich mitmachen. Das Interessante dabei war die Strecke: Start nachmittags, herauzkreuzen durch ein viel zu enges Fahrwasser und dann durch die Nacht den größten Teil des Kurses segeln.

Einhand geht es in die Nacht

Schnell wie ich war musste ich am Ende das enge und unbeleuchtete Fahrwasser noch vor Tagesanbruch wieder reinsegeln. Um ein Haar hätte ich dabei eine der Tonnen gerammt. Aber abgesehen vom obligatorischen Muskelkater alles gut gegangen und wieder einen Pokal mehr für den Schrank. Läuft!

Noch etwas müde aber mit einem Pokal mehr 🙂

Die zweite und größere Einhandregatta „Silverrudder“ habe ich wegen Sturm getrichen. So ging es zum Saisonende direkt nach Holland, wo Luna nun an Land steht und zu verkaufen ist. Ja, genau, richtig gelesen. So toll wie das Schiff ist, es wird eigentlich Zeit für etwas anderes. Die Ziele, die ich mir gesetzt habe, habe ich alle erreicht und teilweise übertroffen.

Luna in Holland an Land

Und so steht jetzt neben einer Pause und ein paar kleineren Projekten vor allem die Planung neuer Ziele und eben voraussichtlich eines anderen Schiffes an. Ich habe Pläne für den Neubau eines Kohlefaser-Racers, was mich sehr reizen würde. Doch ein paar andere Schiffe auf dem Gebrauchtmarkt hätten ebenfalls Potential. Wir werden sehen was am Ende dabei herauskommt und wie es genau weitergeht. Ich werde darüber berichten, auch wenn es wohl noch eine Weile dauern wird.

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