Ein Schiff erwacht zum Leben

Was waren es für harte Wochen Arbeit am Unterwasserschiff. Schleifen, schleifen, schleifen. Und die meiste Zeit das Ganze über Kopf. Was taten mir da sämtliche Knochen weh, als ich abends ins Bett fiel in einem Schiff wo fast nichts funktionierte. Irgendwann war es dann geschafft und es hieß die 4 neuen Schichten Farbaufbau aufzutragen, den Rumpf zu polieren, neue Zierstreifen anzubringen und ein paar kleine Stellen zu spachteln. Das Ergebnis dieser 3 Wochen Arbeit kann sich wie ich finde durchaus sehen lassen: 01

Das ist nun schon einige Wochen her und nach dem Einkranen stand eine weitere lange To-Do-Liste mit Reparaturen und dem Einbau neuer Technik an. Unter anderem war der Inhalt dieser Kisten fachgerecht im Schiff zu installieren:
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Ein Haufen Arbeit, im wahrsten Sinne der Wortes. Zwischenzeitlich sah es im Schiff auch entsprechend nach Baustelle aus. Überall Werkzeuge, alte und neue Teile und abgenommene Innenverkleidungen.
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Der Einbau von neuen Geräten macht eigentlich viel Spaß, wenn es so schön zugänglich ist wie hier.
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Oft sieh es jedoch leider so aus, dass die Einbauten in wirklich ungemütlichen Plätzen erfolgen. Schließlich soll das alles im Verborgenen arbeiten und nicht sichtbar sein. So wie hier im Heck, wo ich mich gerade eben durch die Öffnung hindurch zwängen kann.
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Oder hier an der Steuersäule, wo mein freiwilliger Helfer Kim gerade am Autopiloten-Antrieb arbeitet.
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Ob sich die Mühe lohnt? Da ich ein 100% funktionsfähiges Schiff haben möchte, würde ich bei so einen Unterschied von Alt zu Neu sagen: Auf jeden Fall! (Es ist das Antriebsritzel des Autopiloten, was uns vielleicht einmal über einen Ozean steuern soll)
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Noch ein anderes Beispiel gefällig? Hier die alte und die neue Bilgenpumpe, die im Notfall eindringendes Wasser rauspumpen soll. Kein ganz unwichtiges Teil…
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Und dann ist Luna ja eigentlich ein Segelschiff. Bis zu diesem Zeitpunkt allerdings noch ohne gestellten Mast. Dazu musste ich noch auf ein paar Ersatzteile warten. Als die endlich da waren, ging es an das Zusammensuchen der Einzelteile und Drähte, die gut verstaut in der hintersten Ecke eines Containers lagen.
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Ein paar Tage später sah das, was ich da zusammengebaut habe, schon nach Mast aus. Nach einem ganz schön langen Mast. Immerhin 20,3 Meter, um genau zu sein.
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Und gestern war es dann soweit: Der Mast schwebt im Kran. Zum Glück bei wenig Wind, da war es ganz einfach dieses lange Teil zu bändigen.
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So sieht Luna heute aus: Ein Schiff das schwimmt, komplett mit Mast und bei dem auch innen inzwischen fast alles an Technik funktioniert. Am Wochenende soll es auf den Überführungstörn nach Rostock gehen. Bis dahin ist noch ein bisschen was zu machen – genau genommen mehr als ich schaffen kann. Doch zum Auslaufen und Segeln würde es jetzt schon reichen. Freut euch beim nächsten Mal also auf die ersten Bilder unter Segeln!

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