Ein Monat Karibik: altbekannt und neu entdeckt

Nach der arbeitsreichen Zeit mit den Reparaturen in St. Martin stand in den letzten 4 Wochen endlich mal wieder richtiges Cruisen in der Karibik auf dem Programm. Irgendwie sind die kleinen Antillen inzwischen zu meiner zweiten Heimat geworden. Was habe ich mich darauf gefreut die vielen schönen Plätze und Buchten wieder zu sehen.

Umso erstaunter war ich als es für mich fast etwas langweilig war zu den Inseln zu kommen, die für meine Crew neu und aufregend waren – für mich dagegen scheinbar schon zu gut bekannt. Zum einen ist es ja gut, dass sich vieles nicht so schnell ändert. Doch vielleicht war es nicht meine beste Idee nach einem Jahr schon wieder hier zu sein.

Mit unserem Crewwechsel in Martinique änderte sich das schlagartig. Wir waren nun zu siebt an Bord und so viele Partys wie in den vergangenen zwei Wochen gab es bei mir noch nie an Bord. Jeden zweiten Abend bis tief in die Nacht. Langweilig war es da nicht mehr. Dazu kam noch dass wir in den Grenadinen unterwegs waren, der für mich schönsten Ecke der Karibik. Vor Anker auf dem türkisblauen Wasser der Tobago Cays haben wir 3 herrliche Tage verbracht.

Dazu gehörte das für uns traditionelle Langustengrillen, dieses mal am Strand. Dabei haben wir noch zwei weitere deutsche Crews in unserem Alter kennen gelernt. Diese haben wir eingeladen sich am nächsten Abend mit ihren beiden Schiffe längsseits an unserer Matilda fest zu machen. So haben wir eine schwimmende Partyinsel auf türkisblauem Wasser geschaffen. Mit 24 Leuten Abendessen und feiern bis zum Morgengrauen. Das gibt es sicher nicht alle Tage.

Nach so viel Nachtleben ging es in den letzten Tagen etwas ruhiger an Bord zu als es wieder zurück nach Martinique ging. Auf dem Weg lag St. Vincent, wo ich wegen des hohen Einbruchrisikos vorher nie gehalten habe. Dieses Mal war es so weit: Wir haben in der Wallilabou Bay gestoppt und wie Captain Jack Sparrow am Steg aus der Anfangsszene von „Fluch der Karibik 1“ festgemacht. Ein paar Kulissen aus dem Film sind noch übrig geblieben, auch wenn vieles leider sehr verfallen ist.

Für einen Tag hatten wir Zeit dort die Insel zu erkunden und erlebten einen spektakulären Wasserfall, eine geführte Tour durch den Regenwald und eine Wanderung in einem ausgetrockneten Flussbett. Was für eine schöne Insel und wie gut es tut auf dem Weg immer wieder Neues zu entdecken!

Heute ist wieder Crewwechsel und nun wird es vermutlich etwas ruhiger an Bord mit längeren Segelstrecken. Es geht für uns zuerst nach St. Martin wo ich endlich meine Kiste mit Tauchausrüstung, Außenborder und Watermaker abholen kann. Die hat per Seefracht 4 Monate von Sydney hierher gebraucht. Weiter geht es von dort nach Bonaire und Curacao wo wir nach langer Zeit wieder richtig schön tauchen können.

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