Lagunenleben und Haifischsuppe

Wie inzwischen fast immer ist die Zeit mal wieder verflogen. Seit der Zeit in den Marquesas-Inseln hatte ich einen wundervollen Monat in den Tuamotus, den Korallenatollen in Französisch Polynesien. So ein Atoll ist eine feine Sache: Außen herum gibt es einen Riffgürtel, welcher die Wellen des Pazifik abhält und hübsch mit Palmen dekoriert ist. Und innen gibt es eine Lagune, die in den schönsten Tönen von blau über türkis bis hellgrün strahlt.

Der einzige Haken daran ist dort hineinzukommen. Da gibt es nämlich meist nur eine schmale Durchfahrt, den sogenannten Pass. Durch diesen strömt die Flut in die Lagune hinein und die Ebbe wieder hinaus. Timing ist also angesagt die ruhigen 30 Minuten bei Hoch- oder Niedrigwasser zu erwischen, sonst wird es ungemütlich. Leider habe ich das nie so richtig hinbekommen und hatte eher ruppige Fahrten durch die Pässe.

Doch die Belohnung für die Mühen hat nicht lange auf sich warten lassen. Was sind schon ein paar Minuten Stress gegen mehrere Tage in der ruhigen Lagune. Zeit die Hängematte aufzubauen, ein Buch zu lesen und endlich mal wieder tauchen zu gehen.

Das Tauchen in den Riffpässen ist ein ganz besonderes Erlebnis. Wo sich ein Taucher sonst über einen oder zwei Haie freut, leben im Pass von Fakarava gleich 300 (!!!). Es ist also wie ein Tauchgang in Haifischsuppe. Die Fotos geben das ganze wie so oft nur ansatzweise wieder. Doch immerhin hatte ich auf einem Bild 46 Haie auf einmal.

Jetzt bin ich schon wieder ein Stück weiter und habe das Schiff voll mit meiner neuen Crew. Von Tahiti aus geht es auf dieser Etappe bis nach Bora Bora. Wieder mal ein landschaftlicher Leckerbissen!

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