Oh wie schön ist Panama?

Wer kennt ihn nicht diesen Satz aus der Geschichte von Janosch: „Oh wie schön ist Panama“. Nun, das ist schon wahr. Teilweise. Die San Blas Inseln mit den Kuna-Indianern, die Perlensinseln im Golf von Panama und der dichte Regenwald im Landesinneren sind sicher sehr schön. Auch wir haben gerade eine Woche in den Perleninseln verbracht und waren oft das einzige Schiff in der Bucht (siehe oben).

Abgesehen davon war für uns die Devise dieses mal eher: Schnell durch den Kanal und weiter. So habe ich gefühlt mehr Zeit bei Behörden, im Taxi oder in diversen Supermärkten verbracht um das Schiff so schnell wie möglich für den Pazifik klar zu haben. Bei den Behörden ist es dabei hier sehr mühsam: Viele Regelungen sind kompliziert und werden nicht in allen Landesteilen gleich gehandhabt, es ist alles nur auf Spanisch und – nun ja, wie soll ich sagen – effizientes oder schnelles Arbeiten haben sie nicht gerade erfunden.

Der Kanal dagegen fühlt sich nicht wie Panama an: Alles geht schnell, unkompliziert und auf englisch von statten. Nur eine Woche nach unserer Ankunft ging es für uns schon durch den Kanal. Die Schleusen sind jedes Mal wieder beeindruckend, war es für mich doch schon die dritte Durchfahrt mit eigenem Schiff. Allerdings die erste mit einem Katamaran, der bei der Schleusung in der Mitte zwischen zwei anderen Yachten liegt. Es war überraschend schwierig dieses Paket mit drei Schiffen zu steuern, wofür der Kat in der Mitte verantwortlich ist.

 

 

Insofern hat mich die Zeit in Panama ein paar Nerven gekostet, doch Matilda liegt nun auslaufbereit vor Anker und morgen früh soll es losgehen nach Galapagos. Die Windprognose ist für diesen Törn traditionell wenig günstig, geht es doch durch die Flautenzone beim Äquator. Daher haben wir 500 Liter Diesel dabei um da durch zu kommen und endlich wieder in den Passatwinden segeln zu können.

 

 

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