Zurück in den Leeward-Islands

Nach den 2 Monaten in den Windward Islands, haben wir diese schöne Region nun verlassen. Da war es mir manchmal schon etwas wehmütig zumute. Ein letztes Mal lagen wir in den türkisen Tobago Cays und haben Langusten gegrillt. In Bequia waren wir noch einmal in meinem absoluten Lieblings-Supermarkt „Doris Fresh Food“ – wohl der einzige Ort der Karibik wo es neben den besten Rippchen sogar frische Minze und Rosenkohl zu kaufen gab. In Martinique haben wir uns nochmal die weltbesten Baguettes beim Bäcker in Saint Anne schmecken lassen. Ja, es waren viele besonders schöne Dinge, die wir in den Windwards entdeckt haben. Ich bin froh, dass ich mir dafür so viel Zeit nehmen konnte.

Während ich diese Zeilen im Cockpit von Calypso schreibe, liegen wir auf Antigua in English Harbour an einem geschichtsträchtigen Dock. Vor 300 Jahren könnte Lord Nelson mit seinem Schiff an genau der Stelle angelegt haben, an der wir gerade liegen. Hier in dem nach ihm benannten Nelson’s Dockyard stehen noch die komplett restaurierten historischen Gebäude, in denen früher Kupfer und Holz zur Schiffreparatur lagerten oder die Offiziere speisten. Heute hat sich die Nutzung nicht wesentlich geändert: Es gibt Restaurants, einen Segelmacher und die Werkstätten der Yachtcharterstation. Wirklich schön wie ein Stück Geschichte so lebendig weiter genutzt wird.

Die Leeward Islands, durch die wir nun segeln, haben also auch ihre schönen Seiten. Bevor wir in Antigua ankamen, waren wir noch auf Dominika und konnten dort durch den dichten Regenwald zu Wasserfällen wandern. In den nächsten Tagen erkunden wir die Buchten von Antigua und Barbuda bevor wir nach St. Barths und natürlich St. Martin kommen. Auf den leckeren Hamburger im Yachtclub dort freue ich mich jetzt schon. Ebenso wie auf die Tauchgänge in St. Barths. Ja, es geht wohl schlimmer…

Apropos Tauchen: Dazu kommen wir weiterhin weniger als gedacht, ist die Zeit insgesamt doch knapper als ich es geschätzt hätte. Bei den Tauchgängen haben wir dennoch einige wirklich schöne Riffelandschaften gesehen und 3 meiner Mitsegler konnte ich zu Open Water Divern ausbilden. Dazu nochmal herzlichen Glückwunsch an Patrick, Lukas und Chiara!

Wie üblich gibt es einige schöne Fotos, diesmal auch einige lohnenswerte Unterwasseraufnahmen. Anfang Mai habe ich wieder eine Woche Pause in St. Martin. Dann gibt es den nächsten Artikel. Bis dahin drücke ich die Daumen, dass in Deutschland langsam der Frühling beginnt und auch ihr wieder öfter die Sonne seht!

One Reply to “Zurück in den Leeward-Islands”

  1. Hallo Andreas,

    ich muss zugeben das ich bei den Bildern und der Beschreibung ein wenig neidisch werde. Ich kann zwar (bisher) nicht tauchen, aber das wäre ja wahrscheinlich das kleinste Problem.

    Ich hoffe Du hast die richtige Menge an Gästen – genug für die Kohle und wenig genug um dieses Paradies ab und zu in Ruhe genießen zu können.

    Viele Grüße aus Berlin
    Sven

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